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home > Geschichte > 1940-1942: Die Ausgrenzung der Juden

 

Verordnungen

Ab dem 28.Oktober 1942 betimmen 17 Verordnungen den Judenstatus. Sie haben die Ausgrenzung der Juden aus dem öffentlichen Leben zum Ziel.

Zu Beginn werden die Juden dazu verpflichtet, sich im lokalen Judenregister einzuschreiben. 56 000 Juden folgen diesem Befehl. Die Gestapo hat nun eine Kartei mit Namen und Adressen der in Belgien lebenden Juden. Ein weiterer Erlass verbietet den Juden bestimmte soziale und wirtschaftliche Aktivitäten, aber auch die Ausübung einiger Berufe. In ihre Ausweise wird der Judenstempel („Jood-Juif”) eingetragen. Der Besuch öffentlicher Plätze wie Schwimmbäder, Parks, Theater oder Kinos wird ihnen verboten, wie auch das Fahren in Wagen erster oder zweiter Klasse in öffentlichen Verkehrsmitteln. Jüdische Kinder dürfen auch keine öffentlichen Schulen mehr besuchen.

jodenregister
Aushang der Judenregister-Verordnung in Brüssel(© JMB-MJB)


Die registrierten Juden müssen sich der Vereniging van Joden (Vereinigung der Juden, VJB) anschliessen. Auch Judenrat genannt ist diese Organistation als  „karritative Vereinigung” gegründete worden und angeblich für die Organsiation der Emigration zuständig. Tatsächlich aber soll sie jedoch die Vorbereitungder Deportationen unterstützen.

verordnungsblatt
Verordnungsblatt zur Gründung
der „JudenVereinigung in Belgien" (© JDWM)

 

Die eingeschriebenen Juden dürfen nur noch in einer von vier grossen Städten leben. Es herrscht Ausgangssperre. Ihr Eigentum wird registriert und ihre Geschäfte werden konfistiert. Ab dem 27.Mai 1942 müssen sie den Judenstern tragen. Innerhalb weniger Wochen wird der gelbe Stern als Brandmarkung allgegenwärtig.

meisjes met ster
Mädchen mit Judenstern auf der Keizerlei, Juni 1942
(© JDWM
).

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Das Progrom in Antwerpen

Am 14.April 1941 kommt es durch ca. 150 Anhänger der Anti-Joodse Liga zu einer öffentlich Judenverfolgung. Die Liga, deren Mitglieder von der flämischen SS rekrutiert sind, ist eine ultrarechte Gruppierung. Sie organisiert Krawalle in der Hoffnung eine breite antijüdische Einstellung zu erwecken und einen Aufstand ähnlich der Reichskristallnacht zu provozieren. Nach einer öffentlichen Vorstellung des antijüdischen Films „Der ewige Jude” werden 200 jüdische Geschäfte zerstört und zwei Synagogen in Brand gesteckt. Die Bevölkerung lässt sich von den Krawallen nicht mitreissen und die deutschen Behörden lassen sich trotz allem nicht von den belgischen Hooligans provozieren.

brug in brand
blussen

Menschen versammeln sich an der Brücke
auf der Van den Nestlei um den Brand zu sehen (© JDWM).

Als wieder Ruhe einkehrt, kann ein Feuerwehrmann schliesslich mit den Löscharbeiten beginnen (© Gazet van Antwerpen).

 

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© JDWM - Wir danken Bieke, Inge, Jelle, Maaike, Tineke, Mediacentrum KULeuven
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