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1996


Seit 1975 wurden die Baracken immer baufälliger und 1977 wurde die Stadt Mechelen wieder zum Eigentümer. In 80er Jahren entschied man sich, das Gebäude zum Wohnen zu nutzen. Bis zum Schluss wurden hier moderne Wohnungen eingerichtet.


Im Innenhof wurde ein Garten angelegt und es wurden Tiefgaragen für die Anwohner gebaut. Der Westflügel wurde für die Archieve der Stadt Mechelen reserviert. Um der friedlichen Atmosphäre im Gebäude nicht zu schaden, ist die Dossinkaserne heute nach ihren ursprünglichen Erbauern, dern Habsburgern, Hof van Habsburg, benannt.

zaal van de kinderen
© Phile Deprez

 

Zur gleichen Zeit meldeten sich mehrere Leute und Organisationen mit dem Wunsch, einen Teil der Kaserne, wenn auch nur einen kleinen, für die Errichtung eines Museums zu reservieren. Zwei der wichtigsten Kampagnen waren die Vereniging voor Joodse Weggevoerden in België, VJWB (Vereinigung jüdischer Deportierter in Belgien) und die Centraal Israelitisch Consistorie van Belgie, CICB (Zentrales Israelisches Konsistorium Belgiens). Die Prowinz Antwerpen, die Stadt Mechelen und die Flämische Regierung unterstützten diese Forderung und finanzierten die Bereitstellung des Kellers und des rechten Flügels des Hof van Habsburg. Der CICB unterstützte die Gründung eines Ausschusses, der sich mit der konkreten Planung des Museums befasste. Nathan Ramet, Überlebender des Lagers, wurde zum Vorsitzenden ernannt.

Am 20. September legte der damalige flämische Ministerpräsident Luc Van den Brande den Grundstein für das Museum. Am 7. Mai 1995 wurde das Museum vom belgischen König H. M. Albert II offiziell eingeweiht. Am 11. November des selbsen Jahres wurde es dann für Besucher geöffnet.

Das Jüdische Deportations- und Widerstandsmuseum (JDWM) ist eines der wenigen Museen in Europa, das sich an einem Ort befindet, wo im Zweiten Weltkrieg den Juden so Tragisches widerfahren ist. Das JDWM ist an erster Stelle ein historisches Museum, genauso wichtig jedoch ist seine Rolle für die Bildung. Ausserdem ist es Gedenkstätte und Mahnmal, damit wir diese Ereignisse nie vergessen.

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© JDWM - Wir danken Bieke, Inge, Jelle, Maaike, Tineke, Mediacentrum KULeuven
jmdv@telenet.be